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feuer Kriege und Schlachten der Weltgeschichte

   ... von der Antike bis zum ersten Weltkrieg...    

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Liste der Kriege und Schlachten

"In insgesamt 3358 Jahren, vom Jahr 1496 vor unserer Zeitrechnung bis ... 1861, hat es 227 Friedensjahre gegeben und 3130 Jahre Krieg. Das ist ein Jahr Friede auf dreizehn Jahre Krieg."

Diese erschreckende und gleichsam zu denken gebende Bilanz hatte die »Moskauer Zeitung« im Jahr 1894 angesichts der stetig zunehmenden Spannungen zwischen dem russischen Zaren- und dem japanischen Kaiser-Reich im Streben um die Vormacht im ost-asiatischen Raum – insbesondere der beiderseits bestehenden Expansions- und Annexions-Ziele von Territorien des chinesischen Kaiser-Reichs – vermeldet. Und obwohl man das errechnete Verhältnis angesichts des Umstandes, dass die bewaffneten Konflikte und Gefechte zur Unterdrückung bzw. Niederschlagung von Unabhängigkeits-, Freiheits- oder Revolutions-Bewegungen innerhalb der Kolonial-Gebiete oder auf dem eigenen Staats-Territorium nicht unbedingt der Kategorie Krieg zugerechnet wurden, in Zweifel stellen kann, ist die Tatsache, dass es seit dem Ende des Zweiten Welt-Krieges nicht ein einziges Jahr gegeben hat, in dem es auf der Welt keinen Krieg gegeben hat, noch desillusionierender. Und betrachtet man dazu noch die Vielzahl der aktuell drohenden, währenden und/oder noch immer ungelösten Konflikte -; die Masse der erkannten aber ignorierten Fehl-Entwicklungen -; die breite Palette der unmittelbar bevorstehenden und in ihren Folgen nach wie vor verdrängten komplexen Katastrophen-Szenarien, kommt die Geschichte dieser Welt – der Menschheit – einer Chronik des Schreckens ohne Ende gleich.

Die Französische Revolution von 1789 wurde von den hohen und für die breite Masse des Volkes verständlichen Idealen von "Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit" getragen. Es folgten das Kaisertum, Vettern-Wirtschaft und eine Flut von Titeln; ein Krieg, der sich von der Verteidigung der Revolution in einen verheerenden Eroberungs-Krieg wandelte; letztendlich Niederlage und Restitution.

Die 1848/49 europa-weit ausgebrochenen revolutionären Unruhen hatten die Demokratisierung der politischen Herrschafts-Systeme, die Einführung von grundsätzlich garantierten Rechten in Form von National-, Sozial- und Justiz-Verfassungen mit einhergehender Versammlungs-, Rede- und Presse-Freiheit zum Ziel. Dem unwürdigen Scheitern folgten aber nicht nur massenhaft vollzogene Todes-Urteile und tausendfach verhängte Urteile zu Kerker-Haft auf Lebenszeit, Ausweisungen und Deportationen, Berufs-Verbote oder freiwillige Emigrationen, sondern auch einige Freiheiten, die die konservativ-monarchistisch gesinnten Parlamentarier in der s.g. "Reaktionsära" ab 1850 als epochalen Fortschritt verkündeten; die tatsächlich die Fundamente für eine produktivere Agrar-Wirtschaft -, für die Verdrängung des Unternehmertums durch die infolge zunehmender Kapitalisierung auch gewinn-bringendere Industrialisierung -, für die weitestgehend uneingeschränkte Ausbeutung von Ressourcen aller Art -, letztendlich für ein System der vollkommen rücksichtslosen Profit-Maximierung legten. Die für ein stetes Wachstum nötige Expansion erforderte in der Konsequenz neben der Gewinnung oder Eroberung immer neuer Absatz-Märkte vor allem die Erkundung und Erschließung; die Sicherung und Ausbeutung immer neuer Rohstoff-Quellen. Interessens-Gebiete wurden ausgemacht und deklariert, abgesteckt und militärisch gesichert, womit wiederum neue potentielle Krisen-Gebiete geschaffen wurden.

1914 kam es dann zur Ketten-Reaktion.


Die Revolutionäre von 1918 – die breite Masse der Arbeiter, der demoralisierten Front-Soldaten und die meuternden Kieler Matrosen –, die in dem vom Kapitalismus hervorgebrachten und diesen bald system-immanent bestimmenden Imperialismus die Ursache für den (Ersten) Welt-Krieg erkannten und befürchteten, nunmehr auch noch für dessen Folgen in ganzer Konsequenz bezahlen zu müssen, erklärten den Sturz der Monarchie, die Enteignung von Kriegs- und Ausbeutungs-Profiteuren – die Entmachtung von Groß-Finanziers, Groß-Industriellen und Groß-Grundbesitzern – zur Direktive allen politischen Handelns. Als oberste Staats-Pflicht stand das Gemeinwohl; allgemein gültige Menschen- und Bürger-Rechte sollten die persönlichen Freiheiten garantieren und gleichsam reglementieren.

Der weitere Verlauf der Geschichte ist bekannt – es kam noch schlimmer als befürchtet.


Dank des Engagements konservativer Meinungsmacher fürchtet die bürgerliche Mitte noch heute um den Ausgang jeder Wahl: So "die Roten an die Macht gelangen" droht dem braven Untertan nicht nur die inflationäre Entwertung seiner Sparbuch-Einlagen und die Zwangs-Räumung des raten-finanzierten Bauspar-Hauses samt ausgeschilderter Privat-Parzelle und aufmarschierter Garten-Zwerg-Armee, sondern auch totalitäre Überwachung, Diktatur und Anarchie; sozialistische Subventions-Politik mit einhergehender Mangel-Wirtschaft; Finanz-Krise und Börsen-Crash, Inflation, Deflation; zunehmende Verarmung, prekäre Lebensverhältnisse…

Doch besteht zwischen einer stalinistisch-faschistoiden Diktatur und einer sozial-liberalen Demokratie ein erheblicher Unterschied: Gewalten-Teilung.

Tatsächlich ist der s.g. Wohl-Stand unserer "zivilisierten" Welt ernsthaft bedroht. Aber es sind nicht die ideologischen Gespenster der Vergangenheit, mit denen die werbe-finanzierte Werte-Gesellschaft der zur Konsum-Sucht erzogenen Gefolgschaft das Fürchten lehrt. Es sind die Lobbyisten, denen es immer wieder gelingt, die korrumpierten politischen Systeme in ihre Abhängigkeit bringen; es sind die Agitatoren der Globalisierung, die sich einzig den Interessen der Aktionäre verpflichtet sehen; es sind die irrsinnigen Spekulanten, deren Gewinne oder Verluste von denen finanziert werden, die die eigentlichen Werte mit ihrer Arbeit schaffen. Dazu kommen die religiösen Fanatiker, die manipulativen Internet-Trolle, die paranoiden Verschwörungs-Verfechter, die demagogischen Volks-Verhetzer, die politisch Radikalen, die gewaltbereiten Extremisten – denen allen eines gemein ist: Sie spielen mit den Ängsten und Nöten der Unter-Privilegierten, der Ausgegrenzten, der Ungebildeten.

Und hier liegt der Grund allen Übels.

Waren unsere Vorfahren zur Zeit der Französischen Revolution -, der Rebellion von 1848 oder der November-Revolution von 1918 noch getrieben von den Impulsen der Aufklärung; von der Forderung nach freiem und ungehindertem Zugang zur Bildung, einem umfassenden Bildungswesen samt wissenschaftlichen Lehr- und Lern-Mitteln und weiterführenden Qualifizierungs-Angeboten, so könnte man mit Blick auf die aktuellen Abschluss-Quoten den Eindruck gewinnen, dass das Mittelmaß das höchste ist, was das staatliche Schul-System hervorbringt.

Noch vor einhundert Jahren genoss der Klassen-Primus höchste Anerkennung und allgemeinen Respekt. Im Ergebnis multi-kultureller Schul-Reform und alternativer Experimentier-Freude -; der verständnisvollen Toleranz für alle möglichen "traditionellen Bräuche"; der verklärten Akzeptanz "spezifisch-geprägter Sub-Kulturen" und der schon naiven Ignoranz gegenüber der Entstehung und Etablierung "paralleler Sozial-Milieus" hat im Ghetto der modernen Groß-Stadt in der Regel der größte Schwach-Kopf – in Erfüllung aller Klischees der Landes-Sprache nur in Fragmenten mächtig; dafür aggressiv und verroht, kampf-erfahren und stets bewaffnet und … natürlich vorbestraft – das Sagen. Im Ideal-Fall qualifizieren ihn diese Eigenschaften zum Anführer einer paramilitärisch organisierten Bande, deren Mitglieder althergebrachte "traditionelle Bräuche" ausleben.

Nichts anderes erleben wir in der geo-strategischen Welt-Politik; die Evolution hat zum prähistorischen Faust-Recht des Stärkeren zurückgefunden. Mehr als fraglich, ob wir auf diesem primitiven Niveau in der Lage sind, den unmittelbar bevorstehenden Herausforderungen mit Vernunft zu begegnen.

Der Planet braucht uns nicht. Kein kurzsichtiger Börsen-Gewinn wird durch den Krieg, den wir mit Einführung der ungeregelten Industrialisierung gegen die Erde eröffnet haben, gerechtfertigt.


"Sapere aude"


Die folgende Übersicht geführter Kriege und darin ausgetragener Schlachten und Gefechte erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, wird aber je nach Erkenntnis-Stand ergänzt. Allein der aktuelle Stand lässt jedoch erkennen, welche große Ausnahme Zeiten des Friedens sind…


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1798-1962 (2022)

Imperialistische Kriege

Als imperialistische Kriege (von lat.: "imperare": herrschen; "imperium": Welt-Reich) bezeichnen wir sämtliche gewaltsamen Auseinandersetzungen, die von einer auf Expansion zielenden nationalen Staats- oder regionalen Bündnis-Macht eingeleitet, aufgenommen und geführt werden, um andere National- oder Territorial-Staaten unter Missachtung der territorialen Integrität bzw. historisch entstandener und bis dahin geachteter Staats-Grenzen sowie durch den planmäßigen und massiven Einsatz eigener militärisch organisierter Kräfte und der rücksichtslosen Verwendung gegebener Mittel, Waffen und Systeme anzugreifen und bestenfalls militärisch zu vernichten, um das so – häufig in einzelnen Etappen – eroberte Territorium zu besetzen, zu unterwerfen und zum eigenen Vorteil auszubeuten. Imperialistische Kriege sind nach unserer Auffassung von den imperialen Kriegen der Antike und des frühen Mittel-Alters als auch von den Kolonial-Kriegen der beginnenden Neu-Zeit abzugrenzen, da diese in der Regel von einer komplexen Staats- oder Bündnis-Macht gegen nur schwach organisierte Volks- und Stammes- oder locker verbundene Kultur-Gruppen geführt wurden. Hingegen kann sich im Ergebnis von Kriegen, die mit dem Ziel imperialer oder kolonialer Eroberung begonnen wurden, ein imperialistischer Krieg entwickeln, so die Expansions-Pläne einer Territorial-Macht den geo-strategischen Interessen einer anderen Territorial-Macht entgegenstehen.

Die Vorbereitung eines imperialistischen Krieges wird von einer Phase konzentrierter industrieller Aufrüstung geprägt, wobei verschiedenste Bereiche der Zivil-Wirtschaft mehr und mehr auf die Anforderungen der Kriegs-Wirtschaft umgestellt werden. Parallel werden vielfältige Maßnahmen eingeleitet, um potentielle und/oder ausgemachte Gegner im In- und Ausland propagandistisch zu diffamieren, politisch zu isolieren, ideologisch zu beeinflussen und damit partei- und gesellschafts- , wirtschafts- und staats-politisch zu destabilisieren.


Ziel eines imperialistischen Krieges ist es, von einer Regional-Macht zu einer kontinental oder global bestimmenden Hegemonial-Macht aufzusteigen bzw. die Vormacht-Stellung bereits bestehender Ordnungen außerhalb des eigenen Staats-Gebietes politisch zu spalten, wirtschaftlich zu schädigen und damit staatlich zu schwächen; um diese nach der Okkupation dauerhaft politisch zu beherrschen, rechtlich zu kontrollieren, wirtschaftlich zu bestimmen und kulturell umzuformen; staatlich letztendlich anzuschließen bzw. einzugliedern.




Bislang ist jeder Krieg zur Errichtung oder zum Erhalt eines Imperiums gescheitert.


… zur Übersicht interner Link imperialistische Kriege…




Letzte Änderung 10.10.2022: Eintrag Imperialistische Kriege

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